Liebe Freunde des Freitags und des Webmaster Fridays!

Das heutige Thema des Webmaster Fridays widmet sich der Fragestellung „Blog-Freunde und Web-Bekanntschaften – alles Illusion?“

Ich blogge erst seit einigen Wochen und das ist mein erster Artikel zum Webmaster Friday. Mein Blog ist noch nicht so stark frequentiert, dennoch habe ich von einigen meiner Follower und Facebook-Freunde zum Blogstart nette Kommentare bekommen. Das macht natürlich Mut und verstärkt die Motivation, den Blog nicht nur für eine kurze Zeit aktiv zu betreiben. Die Inspiration für das Aufsetzen meines Blogs gab zum Teil auch Jasmina von der Onlinelupe. Wir hatten über Twitter ab und zu Kontakt und irgendwann schrieb sie „Warum bloggst Du eigentlich nicht? Du hättest da sicher Spaß dran!“. Ich hatte natürlich schon darüber nachgedacht, aber diese kleine Privatnachricht ließ den Gedanken schneller zur Tat werden.

Um auf das Thema für den aktuellen Webmaster Friday eine Antwort zu finden, bedarf vor allem erst einmal einer Definition von Freundschaft und Bekanntschaft. Bei Wikipedia habe ich dazu Definitionen gefunden, die der meiner persönlichen Sicht entsprechen.

Dort heisst es:

Freunde seit 40 Jahren

Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt. Die in einer freundschaftlichen Beziehung zueinander stehenden Menschen bezeichnet man als Freundin bzw. Freund. In einer Freundschaft schätzen und mögen die befreundeten Menschen einander. Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Eine Freundschaft wird „geschlossen“, geht sie einem Ende zu, so „erkaltet“ sie.“

Umgangssprachlich werden freundschaftliche Beziehungen nach dem Grad ihrer Stärke abgestuft: Die schwächste Form ist die positiv empfundene „Bekanntschaft“.

Die Freunde-Inflation
Für mein Empfinden wird der Begriff „Freund“ in den sozialen Netzwerken, vor allem bei Facebook, inflationär gebraucht. Ich kenne viele Menschen, die inzwischen einen Unterschied zwischen „echten“ Freunden und z.B. Facebook-Freunden machen. Es handelt sich aus meiner Sicht bei den „Facebook-Freunden“, von denen jeder Facebook-Nutzer im Schnitt 130 hat, in erster Linie um Bekanntschaften im Sinne der Definition. Natürlich gibt es auch eine gewisse Schnittmenge.
Für mich ist ein Freund jemand, dem ich mich in der jeder Lebenssituation anvertrauen kann und der sich auch mir anvertraut. Gegenseitige Sympathie bildet dafür die Grundlage. Wenn man davon eine Handvoll Freunde hat, kann man sich doch schon sehr glücklich schätzen. Aber 130 Leute, die man nachts um vier anruft, weil man einfach mal so quatschen will…ehm, nö!

Aus der Bekanntschaft eine Freundschaft werden lassen
Jede Freundschaft beginnt mit einer Bekanntschaft. Aber nicht aus jeder Bekanntschaft wird eine Freundschaft. Ich bin der Ansicht, dass auch die Bekanntschaften, die aus einem gemeinsamen Interesse heraus bspw. via Twitter entstehen, bei gegenseitiger Sympathie und Vertrauen zu einer Freundschaft werden können. Vertrauen kann z.B. aus dem Teilen von Wissen und dem Unterstützen mit guten Tipps erwachsen. Um aus einer Bekanntschaft möglicherweise eine Freundschaft werden zu lassen, ist es für mich unerlässlich der Person auch im realen Leben zu begegnen. Intonation, Mimik und Gestik machen es leichter einen Menschen kennen zu lernen und es verstärkt sich im günstigsten Falle noch die Sympathie.

Höher, schneller, weiter
Für mich bedeutet eine Freundschaft auch, sich Zeit füreinander zu nehmen. Die sozialen Netzwerke leben von der schnellen Nachricht, der Statusmeldung, dem Doppeldaumen, dem Retweet…
Fast jeder ist darum bemüht sei es in seinem Blog, auf Facebook oder auf Twitter möglichst viel Ressonanz auf seine Aktionen aus seinem Netzwerk zu bekommen. Wir wollen Bestätigung, wir wollen gemocht werden, wir wollen wichtig sein. Aber echte Freunde beachten uns auch dann, wenn wir ganz still sind :)

Fazit
Bekanntschaften aus der Bloggerszene oder aus dem Web allgemein entstehen meist über ein gemeinsames Interesse. Kommen zu diesem gemeinsamen Interesse noch eine gute Portion Sympathie, ein großer Stiefel Vertrauen, gemeinsame Erlebnisse im realen Leben, Zeit zum Wachsen und die Nadel aus dem Heuhaufen dazu, kann daraus durchaus eine Freundschaft werden.
In diesem Sinne!

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