SES 2010 in Berlin – RECAP von sausebrause

Das war sie nun meine erste halbe SES. Als Berlinerin freute ich mich im Vorfeld schon sehr, dass die SES Ende November im Herzen meiner geliebten Heimatstadt stattfinden würde. Geplant hatte ich die volle Packung SES und startete deshalb auch gleich am Montag mit dem Linkbuilding Workshop von Christoph Cemper.

Linkbuilding Workshop

Der erste Teil des Workshops war für mich sehr lehrreich und ließ auch im Aufbau nichts zu wünschen übrig.
Im ersten Teil ging es unter anderem um Linkqualität und Christoph gab den Teilnehmern die „7 goldenen Regeln der Link Qualität“ mit auf den Weg. Im Folgenden ging Christoph dann auf die einzelnen Regeln genauer ein. Was waren die Kernaussagen?

• Relevanz ist die Grundvoraussetzung für einen guten Link
• Mehr Trust = Mehr Effekt
• Anchor-Text-Variationen werden immer wichtiger
• Nofollows sind natürlich, also her damit
• Juicy Links (rankt der Content und will ich dort einen Link?)
• Gute Co-Citation
• Nicht auf den PageRank schauen (der wird auch gern mal falsch ausgeliefert)

Und was ist nun mit der Menge? Auch hier gilt ,es muss natürlich aussehen und das tut es, wenn man genau in dem Verhältnis wächst, wie es die Mitbewerber tun. Und wenn man dann noch ein bisschen besser ist, dann funzt´s. Die besten Links sind eh die, die der Mitbewerber nicht bekommen kann.

Am Nachmittag ging es dann noch einmal detailliert um Link Research Tools. Ich hatte es geahnt und wurde auch leider bestätigt. Neben einem kurzen Ausflug zu einigen Paid Tools spielten die LinkResearchTools von Cemper selbst die Hauptrolle. Für mich als Inhouse- SEO ist das Tool dann wohl doch etwas zu kostenintensiv und durch den streckweisen Ausfall des WLANs wurde der dann eh schon nicht so sehr spannende Teil noch zäher.

Aber was ist eigentlich am besten an solchen Workshops und Konferenzen. Genau es sind – wie schon in der Schule – die Pausen und da hatte ich doch gleich am Montag die Gelegenheit Astrid Staats aka @nerdinskirt einmal persönlich kennen zu lernen. “Habe die Ehre.” Und wenn sich Mädels unterhalten geht es auch auf der SES nicht nur um SEO, sondern auch mal um Musik.

Konferenztag Nummer Eins

Auch am ersten Konferenztag gab sich das Who is Who der SEO-Szene die Klinke in die Hand. Es liefen immer zwei Sessions – Grundlagensession und Session für Fortgeschrittene – parallel. Mein Favorit unter den Sessions war „Erfolgreiche Webseiten-Architektur“. Hierbei bestach Bastian Dautzenberg durch eine sehr kompakte Reise durch die Grundlagen für suchmaschinenfreundlich aufgebaute Webseiten.

Jens Fauldrath, SES 2010

Erfolgreiche Webseiten-Architektur

Kernaussage seines Vortrags war „SEO ist keine Insellösung“ und Recht hat er. Gekrönt wurde die Session von Jens Fauldrath dem Inhouse-SEO der Telekom bekannt aus Funk (und Fernsehen). Was habe ich mitgenommen? Screenshots für Games als Landingpage rocken richtig, suchbasiertes Marketing ist geplante Kommunikation (Suchen, Ranken, SERP-Snippet, Seiteninhalt, Konversion) und „Evolution statt Revolution“.

Bei der nächsten Session wagte ich mich dann in einen Fortgeschrittenen Kurs „Techniken des bezahlten Suchmaschinenmarketings“ und das war dann tatsächlich eine Nummer zu groß für mich, zumal ich mit SEA in der Vergangenheit noch nicht all zu viel zu tun hatte. Ein anderer Teilnehmer beschrieb die Session mit den Worten „Brainwash“ und wenn er damit meinte, dass es doch sehr in die Tiefe ging, hatte er was mich anging recht. Experten auf diesem Gebiet konnten allerdings sicher viel zu dem Thema Search Funnels mitnehmen.

Networking auf der SES 2010

Powernetzwerking

Am Ende des ersten Konferenztages ging es dann noch ans Powernetzwerking bei lecker Bier und Wein. Um mir dann noch die volle Packung zu gönnen, ging ich im Anschluss noch auf den Social Media Stammtisch, wo ich dann auch noch ein paar SES-Gesichter wieder traf. Die Präsentation waren allerdings nicht halb so lehrreich, wie die zuvor gehörten ;-)

Leider konnte ich dann aus privaten Gründen nicht mehr am zweiten Tag dabei sein. Insgesamt hat mir die SES gut gefallen. Für mich war es vor allem spannend die üblichen Verdächtigen kennen zu lernen oder als Vortragende zu erleben. Inhaltlich konnte ich auch einiges mitnehmen. Zur Organisation: die Sessions für die Fortgeschrittene hätten in dem größeren der beiden Konferenzräume stattfinden sollen. Der Andrang war über den ganzen Tag hinweg deutlich höher. In dem kleinen Raum war der Sauerstoff dann doch oft knapp und das bei den heißen Themen.

Weitere RECAPs zur SES 2010:
SES Berlin 2010 von Jochen Schweizer
SES Berlin 2010 Recap von semplicity

SES Berlin 2010 – Recap von Jens Umland
SES Berlin 2010 auf State of Search
SES Berlin von Kogentis

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